Du hast ein Recht auf dein Handeln, aber niemals auf die Früchte deiner Taten.
Bhagavad Gita
Wir investieren viel Zeit in unsere Karriere, pflegen mühsam unsere Beziehungen und erwarten als Gegenleistung ständigen Beifall und garantierte Ergebnisse. Wenn die Gehaltserhöhung dann ausbleibt oder der Partner uns kritisiert, stürzen wir sofort in ein tiefes Loch der Enttäuschung. Wir fühlen uns ungerecht behandelt, werfen frustriert das Handtuch und verharren in der passiven Opferrolle, weil die Welt nicht nach unseren Regeln spielt.
Dieses emotionale Tief ist hausgemacht, weil wir unsere innere Stabilität von Dingen abhängig machen, die wir überhaupt nicht kontrollieren können. Die Bhagavad Gita liefert uns hier ein extrem praktisches Werkzeug namens Karma Yoga, das uns auffordert, das Handeln selbst als Wert zu sehen. Deine Pflicht ist es, die Arbeit mit voller Hingabe zu tun, doch das Ergebnis liegt nicht in deiner Hand. Wenn du diesen Unterschied begreifst, schwindet die Last deiner Erwartungen und macht Platz für eine unerschütterliche Gelassenheit.
Mit dieser neuen Haltung wirst du frei, weil du nicht mehr für den Beifall der anderen arbeitest, sondern aus einer tiefen inneren Pflicht heraus. Du polierst dein Steuerrad und navigierst dein Schiff durch stürmische Gewässer, ohne ständig auf den Hafen der Anerkennung zu schielen. Du tust einfach das, was jetzt in diesem Moment richtig und notwendig ist, und befreist dich damit von der lähmenden Angst vor dem Scheitern.
An welches gewünschte Ergebnis klammerst du dich gerade so fest, dass es deine Freude am eigentlichen Tun komplett blockiert?