“Schiffe sind im Hafen am sichersten. Aber dafür werden Schiffe nicht gebaut.”
– John A. Shedd
Wir haben Angst vor dem Wandel. Der Job macht uns zwar krank, aber das Gehalt kommt pünktlich. Die Beziehung ist erkaltet, aber man ist sonntags nicht allein. Wir richten uns in der Komfortzone ein, weil wir den Absturz fürchten. Wir wählen die Sicherheit und bezahlen sie mit schleichender Resignation.
Das ist ein fataler Rechenfehler. Wir überschätzen das Risiko des Neuen und ignorieren das gewaltige Risiko des Bleibens. Ein Leben in Selbstentfremdung ist nicht sicher. Es ist brandgefährlich. Wenn du dich jahrelang verstellst, wenn dein inneres Kind, wie man so schön sagt, “am ausgestreckten Arm verhungert”, dann zahlst du am Ende mit deiner physischen und psychischen Gesundheit. Du wirst zynisch, bitter und krank.
Es gibt keine absolute Sicherheit. Die Frage ist nicht, ob du ein Risiko eingehst. Die Frage ist nur, welches Risiko du wählst: Das Risiko, auf der Suche nach dir selbst zu stolpern, oder die absolute Garantie, am Ende eines falschen Lebens aufzuwachen?
Welche “Sicherheit” verteidigst du gerade, die dich innerlich eigentlich längst ruiniert hat?
