“Wir können nicht von Frauen (und Männern) erwar­ten, dass sie die Welt gratis am Laufen halten, und uns dann wundern, wenn sie pleite und erschöpft sind.”
– Caro­line Criado-Perez (sinn­ge­mäß)

Warum verach­ten wir Care-Arbeit eigent­lich insge­heim? Weil wir in einem kapi­ta­lis­ti­schen System leben. Die brutale Regel lautet: Was keinen Preis hat, hat keinen Wert. Weil Care-Arbeit kein Geld einbringt, kein Brut­to­in­lands­pro­dukt direkt stei­gert und nicht auf der Gehalts­ab­rech­nung steht, behan­deln wir sie wie ein nettes “Ehren­amt”. Etwas, das man in seiner Frei­zeit tut, wenn die “echte” Arbeit erle­digt ist.

Das führt zu einer kras­sen Entwer­tung deines eige­nen Selbst­be­wusst­seins. Wenn du fünf Jahre zu Hause bleibst, um Kinder groß­zu­zie­hen oder Eltern zu pfle­gen, stot­terst du beim Wieder­ein­stieg oft Ausre­den, um die “Lücke im Lebens­lauf” zu erklä­ren. Lücke? Du hast in dieser Zeit Krisen gema­nagt, Zeit­bud­gets kalku­liert, Konflikte gelöst und Menschen am Leben erhal­ten. Das ist kein Ausfall. Das ist ein Hard­core-Boot­camp für Führungs­kräfte.

Solange wir selbst die Care-Arbeit als “Lücke” oder “Privat­sa­che” abwer­ten, blei­ben wir in der Falle. Du bist nicht “nur zu Hause”. Du bist die Infra­struk­tur, die es ande­ren ermög­licht, Karriere zu machen.

Warum nennst du deine härteste, unbe­zahlte Arbeit immer noch eine “Lücke” in deinem Lebens­lauf?

Meet the Coach

Eberhard Kuhl
Eber­hard Kuhl
Eber­hard Kuhl ist der Grün­der von coachverzeichnis.com. Er ist Unter­neh­mens­be­ra­ter und Coach mit Sitz in Daut­phe­tal, Hessen, und betreibt die Platt­form seit August 2025.
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