“Du kannst nicht sein, was du nicht sehen kannst.”
– Marian Wright Edelman
Wir scrollen durch Business-Netzwerke und lesen die Erfolgsgeschichten der Super-Performer. Sie gründen drei Start-ups, schlafen angeblich nur vier Stunden und joggen vor dem ersten Kaffee einen Halbmarathon. Wenn das dein Maßstab für eine erfolgreiche Karriere ist, fühlst du dich beim morgendlichen Packen der Brotdosen zwangsläufig wie ein Versager.
Dein Fehler ist nicht deine mangelnde Ambition. Dein Fehler ist die Wahl deiner Vorbilder. Du vergleichst dein ungeschminktes Backstage-Chaos mit dem polierten Highlight-Reel von Menschen, die völlig andere Rahmenbedingungen haben. Ein kinderloser CEO mit einem Stab an Hausangestellten spielt einen völlig anderen Sport als du. Ihn als Benchmark zu nehmen, ist reine psychologische Selbstsabotage.
Such dir die stillen Rebellen. Die Führungskraft, die um 15 Uhr den Laptop zuklappt und geht, ohne sich zu rechtfertigen. Den Experten, der Beförderungen ablehnt, weil ihm seine Wochenenden wichtiger sind. Die Menschen, die Brillanz im Job mit einer knallharten Priorisierung ihres Privatlebens vereinen. Wer die eigenen Ziele erreichen will, braucht Vorbilder, die ein Leben führen, das man selbst aushalten möchte.
Gegen welchen völlig absurden Maßstab von außen verlierst du jeden Tag absichtlich, um dich abzuwerten?
