“Sinnlose Arbeit ist nicht einfach nur langweilig, sie ist ein Angriff auf die menschliche Seele.”
– (Frei nach der Arbeitspsychologie)
Wir tun so, als wäre ein langweiliger Job einfach nur eine schlechte Party, auf der man acht Stunden am Tag absitzen muss. “Augen zu und durch, danach fängt das echte Leben an.” Das ist eine Illusion. Die Psychologie zeigt uns die harte Rechnung: Du kannst deinen Kopf und deinen Körper nicht vierzig Stunden pro Woche an einen Ort schleppen, den du für sinnlos hältst, ohne dass deine Psyche die Quittung ausstellt.
Sinnlose Arbeit ist wie ein langsamer Säurefraß an deinem Selbstbild. Wenn du jeden Tag Entscheidungen triffst, die dir egal sind, oder Projekte vorantreibst, die du verachtest, verlierst du den Respekt vor dir selbst. Du lernst, dass deine Zeit und deine Energie wertlos sind. Das stoppt nicht um 17 Uhr an der Stempeluhr.
Diese zermürbende Entwertung kriecht in deine Abende, deine Wochenenden und deine Beziehungen. Wer sich tagsüber verleugnet, hat abends keine Kraft mehr für echte Lebendigkeit. Er braucht Betäubung.
Welchen Teil deines Selbstrespekts hast du heute zwischen 9 und 17 Uhr unbemerkt an der Garderobe abgegeben?
