“Was du heute als selbstverständlich ansiehst, war gestern noch ein Traum.”
– Anonym
Erinnerst du dich an den Tag, als du die Zusage für deinen jetzigen Job bekommen hast? Oder als du die Schlüssel für deine Wohnung in der Hand hieltest? Du warst ekstatisch. Du dachtest, du hättest es geschafft. Spulen wir ein paar Jahre vor: Der Traumjob nervt dich wegen der E‑Mails, und die Wohnung ist eigentlich zu klein und zu weit weg vom Zentrum.
Die Psychologie nennt das hedonistische Adaption. Wir gewöhnen uns extrem schnell an neue, positive Standards. Was gestern noch der absolute Gipfel des Erfolgs war, ist heute die langweilige Nulllinie, von der aus wir das nächste Ziel anpeilen. Diese biologische Gewöhnung sorgt dafür, dass wir nie satt werden. Wir konsumieren Erfolge, verdauen sie und stehen wieder hungrig da.
Dankbarkeit ist der bewusste Hack gegen diese Gewöhnung. Sie ist die geistige Rückkehr in den Moment des Mangels, um den jetzigen Überfluss wieder spüren zu können. Wenn du nicht lernst, das zu schätzen, was du bereits erobert hast, wird dich auch das nächste Ziel nicht glücklich machen. Du wirst dich nur noch schneller daran gewöhnen.
Welcher absolute Luxus in deinem Alltag ist dir inzwischen so banal geworden, dass du dich sogar darüber beschwerst?
