“Wer alles für alle sein will, endet als niemand für sich selbst.”
– Anonym

Ein “Nein” im Job fühlt sich für viele an wie ein Verrat. Wenn eine neue Aufgabe auf dem Tisch landet, ein Meeting in den späten Nach­mit­tag rutscht oder der Chef am Wochen­ende anruft, springt der Reflex an: Zustim­men, um nicht als unmo­ti­viert zu gelten. Das Ja rutscht heraus, bevor der Verstand über­haupt die Kapa­zi­tä­ten geprüft hat. Die Quit­tung zahlst du dann abends mit deiner eige­nen, geraub­ten Lebens­zeit.

Diese Angst ist ein Karriere-Killer. Wer nicht Nein sagen kann, dessen Ja ist völlig wert­los. Ein stän­di­ges Einver­ständ­nis zeugt nicht von Belast­bar­keit, sondern von Kontur­lo­sig­keit. Wahre Profes­sio­na­li­tät besteht in der harten, nüch­ter­nen Bewer­tung von Ressour­cen. Ein klares, unauf­ge­reg­tes “Dafür habe ich diese Woche keine Kapa­zi­tät” ist keine Schwä­che. Es ist die ulti­ma­tive Kompe­tenz einer Führungs­kraft, die ihre Gren­zen kennt und schützt.

Wer seine Gren­zen nicht vertei­digt, dele­giert die Verant­wor­tung für die eigene Gesund­heit an den Arbeit­ge­ber. Ein kapi­ta­lis­ti­sches System wird immer so viel von dir nehmen, wie du ihm frei­wil­lig gibst. Der Stopp­schal­ter liegt ausschließ­lich bei dir.

Welches auto­ma­ti­sche “Ja” der letz­ten Woche bereust du gerade so sehr, dass du es am liebs­ten sofort zurück­neh­men würdest?

Meet the Coach

Eberhard Kuhl
Eber­hard Kuhl
Eber­hard Kuhl ist der Grün­der von coachverzeichnis.com. Er ist Unter­neh­mens­be­ra­ter und Coach mit Sitz in Daut­phe­tal, Hessen, und betreibt die Platt­form seit August 2025.
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