Grenzen setzen bedeutet nicht, Mauern zu bauen. Es bedeutet, die eigene Tür abzuschließen.
Melody Beattie
Wer Veränderungen angehen will, muss Platz schaffen. Du kannst kein neues Kapitel aufschlagen, wenn die alten Akteure weiterhin unangemeldet durch dein Leben trampeln. Hier scheitern die meisten Neuanfänge. Wir haben panische Angst davor, echte Grenzen zu ziehen. Wir wollen niemanden enttäuschen und gelten lieber als unkompliziert.
Eine Grenze ist kein aggressiver Akt der Ablehnung. Beattie benutzt ein brillantes Bild. Du mauerst dich nicht ein. Du schließt einfach nur eine Tür ab. Du signalisierst deiner Umgebung, dass deine Zeit, deine Energie und deine Nerven wertvoll sind. Wer durch diese Tür will, muss anklopfen und deine Regeln respektieren.
Jede klare Entscheidung in deinem Leben erfordert unweigerlich ein lautes Nein zu etwas anderem. Wenn du dich für deine Gesundheit entscheidest, sagst du Nein zu sinnlosen Überstunden. Wenn du dich für inneren Frieden entscheidest, sagst du Nein zu toxischen Diskussionen. Wer sich davor drückt, diese Grenzen zu kommunizieren, wird sein ganzes Leben lang von den Bedürfnissen anderer gesteuert.
Bei welchem klaren Nein zuckst du immer wieder zurück, weil du panische Angst hast, nicht mehr von allen gemocht zu werden?
