“Es gibt nur ein Ding, das einen Traum unmöglich macht: die Angst vor dem Scheitern.”
– Paulo Coelho
Wir sind fantastisch darin, unsere Ängste intelligent zu verkleiden. Wenn wir einen großen Traum aufgeben, sagen wir selten: “Ich habe verdammte Angst, dass ich mich blamiere.” Stattdessen sagen wir: “Man muss ja realistisch bleiben.” Oder: “Der Markt ist gerade sehr schwierig.” Oder: “Ich muss erst an meine finanzielle Sicherheit denken.”
Coelho lässt diese Ausreden nicht gelten. Der Traum scheitert nie am Markt, am Geld oder an den Umständen. Er scheitert einzig und allein an der vorauseilenden Kapitulation deines eigenen Egos. Die pure Angst davor, dass die Nachbarn, die Freunde oder die Familie sehen könnten, wie du auf dem Hosenboden landest.
Wir opfern unsere lebendigsten Visionen, nur um die Fassade der Unfehlbarkeit aufrechtzuerhalten. Wir tun so, als wären wir vernünftig, dabei sind wir nur feige. Ein echter Aufbruch bedeutet, die Peinlichkeit des Scheiterns im Vorfeld als absolut möglichen Preis zu akzeptieren. Wer nicht bereit ist, dumm auszusehen, wird niemals etwas Neues erschaffen.
Welchen Traum hast du gestern Abend heimlich beerdigt und ihm auf den Grabstein das Wort “Vernunft” geschrieben?
