Du hast die Argu­mente aufge­schrie­ben. Mit Freun­den darüber gespro­chen. Viel­leicht sogar eine Pro-und-Contra-Liste gemacht.

Und trotz­dem weißt du nicht, was du tun sollst.

Noch einmal darüber nach­den­ken? Noch jeman­den fragen? Noch eine Nacht darüber schla­fen?

Manch­mal hilft das. Manch­mal passiert aber etwas ande­res: Wir denken nicht mehr über eine Entschei­dung nach. Wir drehen uns nur noch um sie herum.

Dann fehlt uns mögli­cher­weise nicht die nächste Infor­ma­tion. Sondern etwas ganz ande­res: Abstand.

Inter­ak­ti­ver Entschei­dungs­check

Denkst du noch – oder drehst du dich schon im Kreis?

Bei manchen Entschei­dun­gen fehlen uns Infor­ma­tio­nen. Bei ande­ren kennen wir die Antwort eigent­lich längst. Und manch­mal brau­chen wir vor allem eines: Abstand. Acht kurze Fragen helfen dir heraus­zu­fin­den, was dich gerade am ehes­ten fest­hält.

Der Check ist eine persön­li­che Refle­xi­ons­hilfe und keine psycho­lo­gi­sche Diagnos­tik.

Dein Entschei­dungs­check 1 / 8
Frage 1
Dein Ergeb­nis

Manch­mal bedeu­tet Abstand tatsäch­lich Abstand.

Wenn du deine Argu­mente längst kennst, aber im gewohn­ten Alltag trotz­dem nicht weiter­kommst, kann ein Orts­wech­sel einen ande­ren Rahmen schaf­fen. Genau hier setzt Holi­day­Coa­ching an: Coaching dort, wo du ohne­hin Abstand vom Alltag hast.

Inter­es­sant dazu: Walk & Talk – Coaching beim Spazier­gang .

Das Ergeb­nis soll dir eine neue Perspek­tive geben. Es entschei­det nicht für dich.

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Warum wir glau­ben, noch mehr nach­den­ken zu müssen

Bei schwie­ri­gen Entschei­dun­gen fühlt sich Denken zunächst vernünf­tig an. Schließ­lich wollen wir nichts über­stür­zen.

Also sammeln wir Infor­ma­tio­nen. Wir verglei­chen Möglich­kei­ten, spie­len Szena­rien durch und versu­chen abzu­schät­zen, was passie­ren könnte.

Das ist sinn­voll – bis zu einem gewis­sen Punkt.

Denn viele wich­tige Entschei­dun­gen lassen sich nicht voll­stän­dig berech­nen.

Soll ich den Job wech­seln? Will ich weiter in dieser Posi­tion arbei­ten? Soll ich mich selbst­stän­dig machen? Möchte ich in dieser Bezie­hung blei­ben? Ist das noch das Leben, das ich führen möchte?

Bei solchen Fragen gibt es selten eine Excel-Tabelle, die am Ende eindeu­tig „Option B“ ausgibt.

Wir müssen mit Unsi­cher­heit entschei­den.

Wenn aus Nach­den­ken Grübeln wird

Es gibt einen Unter­schied zwischen Nach­den­ken und Grübeln.

Beim Nach­den­ken kommen wir voran. Wir entde­cken einen neuen Aspekt, verste­hen Zusam­men­hänge besser oder können Möglich­kei­ten ausschlie­ßen.

Beim Grübeln laufen diesel­ben Gedan­ken dage­gen immer wieder durch den Kopf.

Was, wenn ich es bereue?

Was werden die ande­ren sagen?

Was, wenn die andere Möglich­keit doch besser gewe­sen wäre?

Und irgend­wann kommt noch eine beson­ders verfüh­re­ri­sche Frage hinzu:

Was, wenn ich einfach noch nicht lange genug darüber nach­ge­dacht habe?

Also beginnt die nächste Runde.

Mehr Infor­ma­tio­nen lösen nicht jede Entschei­dung

Natür­lich gibt es Entschei­dun­gen, bei denen tatsäch­lich Infor­ma­tio­nen fehlen.

Wer zwei konkrete Stel­len­an­ge­bote vergleicht, sollte Gehalt, Arbeits­zeit, Aufga­ben, Entwick­lungs­mög­lich­kei­ten und Rahmen­be­din­gun­gen kennen.

Aber irgend­wann liegen die Fakten auf dem Tisch.

Dann kann die eigent­li­che Frage eine andere sein:

Was will ich?

Und ausge­rech­net diese Frage lässt sich häufig nicht mit einer weite­ren Google-Suche beant­wor­ten.

Das macht sie so unan­ge­nehm. Denn plötz­lich geht es nicht mehr um Infor­ma­tio­nen von außen, sondern um uns selbst.

Warum Abstand helfen kann

Viele Menschen kennen das Phäno­men aus eige­ner Erfah­rung.

Eine Idee entsteht unter der Dusche. Beim Joggen fällt uns plötz­lich eine Lösung ein. Während eines Spazier­gangs erscheint ein Problem weni­ger kompli­ziert als noch eine Stunde zuvor am Schreib­tisch.

Das bedeu­tet nicht, dass ein Wald­weg auto­ma­tisch klüger macht.

Aber wir verän­dern etwas Entschei­den­des: den Kontext.

Wir verlas­sen den Ort, an dem das Problem norma­ler­weise statt­fin­det. Andere Eindrü­cke kommen hinzu. Wir bewe­gen uns. Unsere Aufmerk­sam­keit ist nicht perma­nent auf dieselbe Aufgabe gerich­tet.

Manch­mal entsteht dadurch genau der gedank­li­che Abstand, der vorher gefehlt hat.

Bewe­gung kann das Denken verän­dern

Inter­es­san­ter­weise beschäf­tigt sich auch die Forschung mit dem Zusam­men­hang zwischen Gehen und Denken.

In einer bekann­ten Reihe von Expe­ri­men­ten der Stan­ford Univer­sity schnit­ten Menschen bei Aufga­ben zum krea­ti­ven Denken während bezie­hungs­weise nach dem Gehen besser ab als beim Sitzen. Die Forschen­den unter­such­ten dabei nicht Coaching oder schwie­rige Lebens­ent­schei­dun­gen. Die Ergeb­nisse zeigen aber, dass körper­li­che Bewe­gung und Denk­pro­zesse durch­aus mitein­an­der zusam­men­hän­gen können.

Auch neuere Forschung zu Gesprä­chen während des Gehens ist inter­es­sant. Eine 2026 veröf­fent­lichte Studie unter­suchte psycho­the­ra­peu­ti­sche und psycho­lo­gi­sche Bera­tungs­ge­sprä­che in drei unter­schied­li­chen Situa­tio­nen: in einem Raum, beim Walk & Talk in städ­ti­scher Umge­bung und beim Walk & Talk in der Natur.

Bei einzel­nen Mess­wer­ten zeig­ten sich beim Gespräch in der Natur beson­ders güns­tige Verän­de­run­gen. Die gemes­sene Vita­li­tät nahm dort am stärks­ten zu, Nieder­ge­schla­gen­heit am stärks­ten ab.

Die Studie beweist ausdrück­lich nicht, dass ein Gespräch in der Natur grund­sätz­lich wirk­sa­mer ist. Sie liefert aber einen inter­es­san­ten Hinweis: Wo und wie wir ein Gespräch führen, könnte durch­aus eine Rolle spie­len.

Manch­mal kennen wir die Antwort längst

Es gibt noch einen ande­ren Grund, warum Entschei­dun­gen fest­ste­cken können.

Wir wissen eigent­lich schon, was wir wollen.

Nur gefällt uns die Konse­quenz nicht.

Der Job passt nicht mehr – aber ein Wech­sel bedeu­tet Unsi­cher­heit.

Die Führungs­po­si­tion kostet inzwi­schen mehr Kraft, als sie gibt – aber der Titel und das Gehalt sind ange­nehm.

Die Selbst­stän­dig­keit reizt uns – aber niemand kann garan­tie­ren, dass sie funk­tio­niert.

Dann suchen wir manch­mal nicht mehr nach einer Entschei­dung. Wir suchen nach einer Garan­tie.

Die gibt es bei wich­ti­gen Lebens­ent­schei­dun­gen aller­dings selten.

Eine andere Frage kann hilf­rei­cher sein

Wenn du bei einer Entschei­dung fest­hängst, kannst du deshalb versu­chen, die Frage zu verän­dern.

Statt:

„Welche Entschei­dung ist rich­tig?“

könn­test du fragen:

  • Welche Infor­ma­tion fehlt mir tatsäch­lich noch?
  • Was würde ich entschei­den, wenn ich nieman­dem meine Entschei­dung erklä­ren müsste?
  • Welche Möglich­keit gibt mir Ener­gie – und welche kostet mich schon beim Gedan­ken daran Kraft?
  • Welche Konse­quenz macht mir eigent­lich Angst?
  • Was würde ich einem guten Freund in meiner Situa­tion raten?
  • Welche Entschei­dung würde ich wahr­schein­lich tref­fen, wenn ich wüsste, dass beide Wege funk­tio­nie­ren können?

Keine dieser Fragen entschei­det für dich.

Aber viel­leicht bringt eine davon etwas Bewe­gung in Gedan­ken, die sich bisher nur im Kreis gedreht haben.

Warum ein Gespräch helfen kann

Abstand muss nicht bedeu­ten, eine Entschei­dung allein auszu­brü­ten.

Manch­mal entsteht Klar­heit gerade dadurch, dass wir unsere Gedan­ken ausspre­chen.

Ein gutes Coaching liefert dabei nicht die vermeint­lich rich­tige Antwort. Ein Coach sollte dir nicht sagen, ob du kündi­gen, blei­ben, dich tren­nen oder ein Unter­neh­men grün­den sollst.

Er kann aber Fragen stel­len, Wider­sprü­che sicht­bar machen und unter­schei­den helfen zwischen dem, was du wirk­lich möch­test, und dem, was du glaubst tun zu müssen.

Und manch­mal hören wir erst beim Ausspre­chen selbst, was wir eigent­lich denken.

Was der Urlaub damit zu tun hat

Es gibt Entschei­dun­gen, die müssen heute getrof­fen werden.

Viele andere müssen es nicht.

Gerade bei beruf­li­chen oder persön­li­chen Stand­ort­fra­gen kann es inter­es­sant sein, sie einmal aus dem gewohn­ten Alltag mitzu­neh­men.

Nicht, um den gesam­ten Urlaub darüber nach­zu­den­ken.

Sondern viel­leicht für ein einzi­ges bewuss­tes Gespräch.

Der Arbeits­platz ist weit weg. Der Kalen­der sieht anders aus. Man bewegt sich mehr, sieht andere Dinge und verlässt für einige Tage die Routi­nen, in denen das Problem entstan­den ist.

Genau daraus entstand auch die Idee von Holi­day­Coa­ching: Coaching dort anzu­bie­ten, wo Menschen ohne­hin Abstand von ihrem Alltag haben – beispiels­weise bei einem Spazier­gang am Meer, im Wald oder in den Bergen.

Wer sich beson­ders für das Gespräch beim Gehen inter­es­siert, findet dort auch den Beitrag Coaching beim Spazier­gang: Was eine neue Studie über Walk & Talk zeigt.

Du musst nicht immer noch eine Runde denken

Bei manchen Entschei­dun­gen fehlen Fakten. Dann soll­test du sie beschaf­fen.

Bei ande­ren fehlt ein Gespräch. Dann kann es helfen, die eige­nen Gedan­ken einmal laut auszu­spre­chen.

Und manch­mal ist eigent­lich alles da: die Infor­ma­tio­nen, die Argu­mente und viel­leicht sogar die Antwort.

Nur der Abstand fehlt noch.

Dann besteht der nächste Schritt mögli­cher­weise nicht darin, noch mehr nach­zu­den­ken.

Viel­leicht besteht er darin, aufzu­ste­hen und ein Stück zu gehen.

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HolidayCoaching

Quel­len:
Oppezzo, M. & Schwartz, D. L. (2014): Give Your Ideas Some Legs: The Posi­tive Effect of Walking on Crea­tive Thin­king. Jour­nal of Expe­ri­men­tal Psycho­logy: Lear­ning, Memory, and Cogni­tion, 40(4), 1142–1152.

Mate­jová, K. (2026): From indoor psycho­the­rapy and coun­seling to walk-and-talk: psycho­lo­gi­cal and physio­lo­gi­cal respon­ses across a fixed sequence of indoor, urban, and nature-based sessi­ons. Fron­tiers in Psycho­logy, 17, 1880259.

Meet the Coach

Eberhard Kuhl
Eber­hard Kuhl
Eber­hard Kuhl ist der Grün­der von coachverzeichnis.com und Holi­day­Coa­ching. Er ist Unter­neh­mens­be­ra­ter und Coach mit Sitz in Daut­phe­tal, Hessen, und betreibt coachverzeichnis.com seit August 2025.