Wir sind es gewohnt, zu tun. Zu opti­mie­ren, zu planen, weiter­zu­ma­chen. Stehen wir mal kurz still, kommt schnell das Gefühl, Zeit zu verlie­ren oder zurück­zu­fal­len. Dabei ist genau dieses Still­ste­hen oft das, was uns am meis­ten fehlt.

Pausen nutzen, um inne­zu­hal­ten

Zunächst mal bedeu­tet Pause machen natür­lich Erho­lung. Aber was wir oft über­se­hen ist, dass wir im stän­di­gen Weiter­ma­chen auch verler­nen, uns selbst zuzu­hö­ren. Wir hören, was andere brau­chen. Wir hören, was als nächs­tes ansteht. Aber wir selbst und unsere Bedürf­nisse, die gehen im Lärm des Alltags schnell unter und lassen uns uner­füllt zurück.

Inne­hal­ten ist nicht zwin­gend mit irgend­ei­ner Tech­nik oder Praxis verbun­den. Du musst nichts medi­tie­ren, nichts jour­na­len, nichts «rich­tig» machen. Es reicht, kurz aufzu­hö­ren. Einen Moment lang nicht weiter­zu­ma­chen. Und zu bemer­ken, was sich in diesem Moment gerade zeigt.

Viel­leicht ist da eine Müdig­keit, die du schon lange mit dir trägst. Viel­leicht ist da eine Unruhe, die du nicht genau benen­nen kannst. Oder eine leise Freude über etwas, das du im Durch­ra­sen fast über­se­hen hättest. All diese Infor­ma­tio­nen können dir zeigen, wo du gerade wirk­lich stehst.

Was entsteht, wenn du regel­mäs­sig pausierst

Es braucht keine gros­sen Auszei­ten. Was zählt, ist die Regel­mäs­sig­keit klei­ner Momente, in denen du kurz bei dir bist. Wer sich diese Momente regel­mäs­sig gönnt, verliert sich weni­ger leicht. Die innere Verbin­dung zu sich selbst bleibt stabi­ler, auch wenn es um einen herum laut und schnell ist.

Ein solcher Moment kann zum Beispiel der erste Kaffee am Morgen sein, bevor du dein Handy in die Hand nimmst. Die fünf Minu­ten auf einer Park­bank auf dem Weg zur Arbeit. Der bewusste Atem­zug, bevor du ins nächste Meeting gehst. Der Moment abends, in dem du nicht gleich den nächs­ten Podcast star­test, sondern einfach still mit dir selber auf dem Sofa sitzt.

Keine dieser Pausen verän­dert deinen Tag grund­le­gend. Aber zusam­men verän­dern sie, wie präsent du in deinem eige­nen Leben bist. Und wer präsent ist, bemerkt mehr – was fehlt, was nährt, was sich stim­mig anfühlt und was nicht. Und das ist der Anfang der Idee, was ein erfüll­tes Leben bedeu­tet.

Nimm dir jetzt – wenn du möch­test – einen kurzen Moment. Leg das Gerät weg, schau kurz aus dem Fens­ter oder schliess die Augen, nimm einen tiefen Atem­zug. Und dann lass diese Fragen auf dich wirken:

  • Wann habe ich zuletzt bewusst pausiert – nicht aus Erschöp­fung, sondern aus freiem Willen?
  • Was bemerke ich, wenn ich kurz aufhöre weiter­zu­ma­chen? Was ist da?
  • Gibt es einen Moment im Alltag, den ich zur klei­nen Pause machen könnte – ganz ohne gros­sen Aufwand?

Inne­hal­ten muss sich nicht beson­ders anfüh­len. Es reicht, wenn es dich kurz wieder mit dir selbst verbin­det.

Meet the Coach

Sue Oehler
Sue Oehler
Busi­ness Coach für Einzel­per­so­nen und Teams mit dem Fokus auf innere Klar­heit, Selbst­ver­ant­wor­tung und nach­hal­tige Zufrie­den­heit. Im Coaching beglei­tet er/sie Menschen dabei, inne­zu­hal­ten, sich neu zu orien­tie­ren und Verän­de­run­gen aus einer klaren, selbst­wirk­sa­men Haltung heraus zu begeg­nen – ohne schnelle Lösun­gen, dafür mit Präsenz und Tiefe.
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