“Freude ist kein Zustand. Sie ist eine Sammlung von Sekunden.”
– Anonym
Wir warten auf den großen Knall. Auf den Sommerurlaub, auf das Wochenende, auf die große Feier. Wir betrachten diese Events als die eigentlichen “Glücks-Räume” in unserem Leben. Die Zeit dazwischen – also 95 Prozent unseres Alltags – behandeln wir wie eine lästige Überbrückungsphase. Ein zähes Warten auf das nächste Highlight.
Dankbarkeit funktioniert aber nicht auf Vorrat. Du kannst nicht im Urlaub für das restliche Jahr glücklich sein. Die Positive Psychologie lehrt uns das Konzept des “Savoring” – des Auskostens. Es geht darum, die Mikro-Momente des Alltags gnadenlos zu strecken. Der erste Schluck Kaffee am Morgen. Das Licht, das durchs Fenster fällt. Ein unerwartetes Lachen mit einem Kollegen.
Diese Sekunden sind nicht das Vorspiel für das eigentliche Leben. Sie sind das Leben selbst. Wer diese winzigen, banalen Momente nicht abspeichern und genießen kann, dem wird auch der dreiwöchige Luxusurlaub keine tiefe Erfüllung bringen. Du musst aufhören, auf das Wochenende zu warten, und anfangen, den Dienstagvormittag zu bewohnen.
Welche unscheinbare, großartige Sekunde deines heutigen Tages hast du einfach überrannt, weil du geistig schon im Feierabend warst?
