Fast jeder von uns erlebt von Zeit zu Zeit stres­sige Phasen. Wenn der Stress aller­dings chro­nisch wird, kann es zu einem Burn­out kommen.

Stress im Alltag und bei der Arbeit haben, nicht nur in der Schweiz, über die vergan­ge­nen Jahre stark zuge­nom­men. Fast die Hälfte der Arbeit­neh­men­den fühlen sich im Job oft bezie­hungs­weise stark gestresst.

Zahlen Schweiz:

Der Anteil der Perso­nen, die sich gemäss eige­nen Anga­ben bei der Arbeit gestresst fühlen, hat sich innert zehn Jahren (2012–2022) von 18% auf 23% erhöht. Mehr als die Hälfte (53%) der gestress­ten Perso­nen fühlen sich bei der Arbeit zudem emotio­nal erschöpft und haben folg­lich ein höhe­res Burn­out-Risiko.

Zahlen für Deutschland:

Erwerbs­tä­tige sind einer Umfrage zufolge immer gestress­ter im Job. “In den vergan­ge­nen beiden Jahren haben vier von fünf Befrag­ten nega­tive Verän­de­run­gen in ihrem Arbeits­all­tag fest­ge­stellt”, teilte die Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) auf Grund­lage des Baro­me­ters Arbeits­welt mit.

Zahlen für Österreich:

Die Umfrage des Gesund­heits­an­bie­ter Mavie zeigt, das 54% der Befrag­ten anga­ben, (sehr) häufig gestresst zu sein. Dabei ist Arbeit im Vergleich zu Fami­lie und Privat­le­ben der größte Stress­fak­tor. 

Zuviel Stress ohne Erho­lung kann zu einem Burn­out führen — mit oft hohen sozia­len und finan­zi­el­len Kosten für Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber. Deshalb ist es wich­tig, die Anzei­chen schon früh zu erken­nen. 

Wie erkenne ich ein Burnout: Symptome und Anzeichen:

Selbst wenn es einem selbst nicht auffällt, kann das Umfeld häufig die Anzei­chen eines Burn­outs bei einer betrof­fe­nen Person wahr­neh­men. Vor allem zuneh­mende Reiz­bar­keit kann ein Symptom eines Burn­outs darstel­len. Weitere Auffäl­lig­kei­ten sind: Ener­gie­lo­sig­keit und emotio­nale Erschöp­fung, Gefühl der Entfrem­dung, vermin­derte Leis­tungs­fä­hig­keit, physi­sche Schmer­zen, Konzen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten, Vergess­lich­keit, Schlaf­lo­sig­keit, sozia­ler Rück­zug und Moti­va­ti­ons­lo­sig­keit. Bei der Diagnose muss auch beach­tet werden, da solche Symptome auch auf eine Depres­sion hinwei­sen könn­ten.

Unterschied zwischen Burnout und Depression

Bei einem Burn­out ist die betrof­fene Person häufig sehr leis­tungs­ori­en­tiert und leidet unter dem Leis­tungs­druck. Oft fühlt sich die Person konstant gestresst, leer, gereizt, ausge­brannt und kann sich nicht entspan­nen oder abschal­ten. Burn­out entwi­ckelt sich im Kontext einer Arbeit bzw. Tätig­keit.

Eine Depres­sion dage­gen umfasst Fami­lie, Umfeld und Selbst­wert. Depres­sion kann auch einen gene­ti­schen, sprich fami­li­en­ge­schicht­li­chen Anteil haben. Die Wahr­schein­lich­keit, an Depres­sion zu erkran­ken, ist zu 40% vererb­bar. Gene­ti­sche Fakto­ren können das Risiko erhö­hen, insbe­son­dere wenn Verwandte betrof­fen sind. Die über­wie­gende Emotion bei einer Depres­sion ist Trau­rig­keit.

Es kann jeden treffen

Es ist wich­tig zu erwäh­nen, dass nicht nur Perso­nen, die im Beruf stehen, ein Burn­out erlei­den können. Auch Mütter und Jugend­li­che können betrof­fen sein.

Ein Burn­out ist immer dann ein Risiko, wenn die Haupt­tä­tig­keit einer Person mit Leis­tung und Stress zu tun hat. Das kann durch Schule, einem Sport, einem Instru­ment oder etwas ande­rem passie­ren.

Ausgewogene Energie-Balance ist wichtig

Um ein Burn­out zu vermei­den, sei eine gute Ener­gie­ba­lance von gros­ser Wich­tig­keit. Das heisst, dass das, was man in eine Arbeit, eine Tätig­keit inves­tiert, in Form von Aner­ken­nung, Beloh­nung und Wert­schät­zung zurück­kom­men sollte. Jeder Stress muss ausge­gli­chen werden. Der Körper und Geist brau­chen genug Zeit, um sich zu erho­len und zu rege­ne­rie­ren.

Mehr Infor­ma­tion, auch zu Präven­tion finden Sie in meinem Buch: «Wenn die Arbeit zu viel wird — und in einem Burn­out endet»: https://bit.ly/4pXuodY

Werbung

support coachverzeichnis.com