Du bist gut ausge­bil­det, hast Erfah­rung und weißt, dass Du Menschen mit Deinem Coaching wirk­lich weiter­hel­fen kannst.

Und dann sitzt Dir ein poten­zi­el­ler Klient gegen­über und fragt: „Und wie genau kannst Du mir helfen?“

Plötz­lich wird es schwie­rig.

Du erklärst Deine Ausbil­dung, Deine Metho­den, Deinen Coachin­gan­satz, die Anzahl der Termine und viel­leicht noch, was Coaching eigent­lich bedeu­tet.

Alles rich­tig.

Nur hast Du damit noch lange kein Coaching verkauft.

Denn die beson­dere Heraus­for­de­rung beim Verkau­fen von Coachings ist: Dein Kunde kauft etwas, das er vorher weder sehen noch auspro­bie­ren kann.

Und häufig weiß er zu Beginn noch nicht einmal genau, was er eigent­lich braucht.

Verkaufe nicht Dein Coaching – verstehe zuerst das Problem

Einer der häufigs­ten Fehler in Verkaufs­ge­sprä­chen ist, zu früh über das eigene Ange­bot zu spre­chen.

  • „Mein Coaching umfasst …“
  • „Wir tref­fen uns alle zwei Wochen …“
  • „Ich arbeite mit Methode XY …“

Damit beant­wor­test Du Fragen, die Dein Gegen­über mögli­cher­weise noch gar nicht hat.

Viel wich­ti­ger ist zunächst: Warum sitzt dieser Mensch über­haupt bei Dir?

  • Was beschäf­tigt ihn?
  • Was möchte er verän­dern?
  • Was hat er bereits versucht?
  • Warum ist das Thema gerade jetzt wich­tig?
  • Und woran würde er merken, dass sich wirk­lich etwas verbes­sert hat?

Du stellst diese Fragen nicht, um Deinen Gesprächs­part­ner geschickt zum Abschluss zu führen.

Du stellst sie, weil Du heraus­fin­den musst, ob Dein Coaching über­haupt die rich­tige Lösung für ihn ist.

Und genau das ist für mich guter Vertrieb.

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Ein Erst­ge­spräch ist kein kosten­lo­ses Coaching

Gerade Coaches gera­ten hier schnell in eine Falle. Sie wollen zeigen, dass sie helfen können und fangen an zu coachen. Sie geben Impulse, entwi­ckeln Ideen und liefern erste Lösungs­an­sätze.

Nach einer Stunde sagt das Gegen­über: „Vielen Dank, das hat mir schon sehr gehol­fen. Ich denke noch einmal darüber nach.“

Natür­lich darf ein Erst­ge­spräch hilf­reich sein. Aber seine Aufgabe ist eine andere.

Ihr klärt gemein­sam, ob eine Zusam­men­ar­beit sinn­voll ist.

Du verstehst das Problem. Dein Gegen­über versteht, wie Du ihn unter­stüt­zen kannst. Und beide können fest­stel­len, ob es fach­lich und mensch­lich passt.

Du musst Deine Kompe­tenz nicht dadurch bewei­sen, dass Du Deine eigent­li­che Leis­tung bereits kosten­los erbringst.

Gute Fragen verkau­fen besser als lange Erklä­run­gen

Viele Coaches fühlen sich beim Verkau­fen unwohl, weil sie glau­ben, sie müss­ten über­zeu­gen.

Musst Du nicht. Du musst verste­hen.

Und das nimmt einem Verkaufs­ge­spräch viel Druck.

Wenn Du weißt, was Dein Gegen­über wirk­lich errei­chen möchte, kannst Du anschlie­ßend erklä­ren, wie Dein Coaching genau dabei unter­stüt­zen kann.

Dann wird aus: „Mein Coaching dauert sechs Monate und beinhal­tet zwölf Termine.“

zum Beispiel: „Du hast gesagt, dass Du in bestimm­ten Situa­tio­nen immer wieder ins glei­che Muster gerätst. Genau da können wir anset­zen und gemein­sam heraus­ar­bei­ten, was dahin­ter­steckt und wie Du künf­tig anders damit umge­hen kannst.“

Der Unter­schied?

Du präsen­tierst nicht einfach Dein Ange­bot. Du stellst einen Zusam­men­hang zwischen Problem, Ziel und Deiner Leis­tung her. Das ist Vertrieb.

Und dann kommt der Preis

Spätes­tens hier wird es für viele Coaches wieder unan­ge­nehm.

Sie nennen den Preis — und erklä­ren ihn sofort.

Sie recht­fer­ti­gen ihn, zählen noch einmal sämt­li­che Leis­tun­gen auf oder bieten vorsorg­lich einen Rabatt an, obwohl niemand danach gefragt hat.

Dabei ist Dein Preis zunächst einmal genau das: der Preis für Deine Leis­tung.

Nenne ihn klar. Und halte auch einmal die kurze Stille danach aus.

Wenn es anfangs schwie­rig ist, zähle im Kopf, das lenkt Dich von der Stille ab.

Dein Preis sollte außer­dem nicht danach entstan­den sein, was andere Coaches verlan­gen oder was Du glaubst, dass Deine Kunden wohl bezah­len würden.

Auch eine Coaching-Leis­tung gehört vernünf­tig kalku­liert.

Coaching verkau­fen, ohne sich zu verbie­gen

Du brauchst keine zweite Persön­lich­keit, um erfolg­reich zu verkau­fen.

Du musst nicht lauter werden, nieman­den über­re­den und auch keine ausge­klü­gel­ten Abschluss­tech­ni­ken lernen.

Du brauchst ein klares Ange­bot, musst wissen, für wen es gedacht ist , und soll­test ein Verkaufs­ge­spräch führen können, in dem Du fragst, zuhörst und verstehst.

Genau darum geht es auch in meinem inter­ak­ti­ven Webi­nar „Verkau­fen tut nicht weh“ : um die Grund­la­gen guten Vertriebs und darum, warum Verkau­fen weder Druck noch Über­re­dung braucht.

Wenn Du Deinen eige­nen Vertrieb anschlie­ßend inten­si­ver entwi­ckeln möch­test, gehen wir in meiner Master­class für Solo­selb­stän­dige einen Schritt weiter.

Dort geht es um Dein Ange­bot, Deine Kunden und Deine Verkaufs­ge­sprä­che — und vor allem um die Stel­len, an denen es bei Dir noch hakt.

Denn Du musst nicht verkau­fen wie ich. Und schon gar nicht wie irgend­ein Verkaufs­guru im Inter­net.

Du brauchst einen Weg, mit dem Du Deine Leis­tung gut verkau­fen kannst – und der trotz­dem zu Dir passt.

Viel­leicht ist deshalb die wich­tigste Frage gar nicht: „Wie verkaufe ich mein Coaching?“

Sondern zunächst: „Was genau macht mir am Verkau­fen eigent­lich Schwie­rig­kei­ten?“

Denn meis­tens liegt genau dort der Ansatz­punkt, um Verkau­fen leich­ter zu machen.

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Verkaufen tut nicht weh

Meet the Coach

Tanja Lords
Tanja Lords
Syste­mi­sche Busi­ness Coachin, Mento­rin und Vertriebs­exper­tin mit lang­jäh­ri­ger Erfah­rung im B2B-Vertrieb. Sie beglei­tet Selbst­stän­dige, Vertriebs­pro­fis und Führungs­kräfte dabei, Verkau­fen leich­ter zu machen — ohne Druck, Verkaufstricks oder auswen­dig gelernte Verkaufs­sätze. Im Mittel­punkt stehen Klar­heit, Haltung und ein Vertrieb, der zur eige­nen Persön­lich­keit und zum Unter­neh­men passt. Dabei verbin­det sie fundierte Vertriebs­er­fah­rung mit ihrem syste­mi­schen Blick auf Menschen, Struk­tu­ren und Zusam­men­hänge.