“Gott hat mich nicht aufge­ru­fen, erfolg­reich zu sein. Er hat mich aufge­ru­fen zu glau­ben.”
– Mutter Teresa

Unsere Welt ist beses­sen vom Mess­ba­ren. Follo­wer­zah­len, Quar­tals­er­geb­nisse, Kilos auf der Waage. Erfolg ist das, was man vorzei­gen und in eine Tabelle eintra­gen kann. Wir jagen nach Ergeb­nis­sen, weil wir gelernt haben, dass unser Wert von ihnen abhängt. Auch jetzt, am Anfang des Jahres, defi­nie­ren wir unsere Ziele als Zahlen auf dem Papier.

Mutter Tere­sas Satz ist ein Anschlag auf diese Logik. Er trennt das Tun vom Ergeb­nis. Er verschiebt den Fokus von der glän­zen­den Trophäe auf den unschein­ba­ren Akt des Tuns selbst. “Glau­ben” bedeu­tet hier nicht nur eine reli­giöse Haltung. Es bedeu­tet, einer Sache treu zu blei­ben, weil du von ihrer Rich­tig­keit über­zeugt bist – unab­hän­gig davon, ob es Applaus gibt oder ob es am Ende “funk­tio­niert”.

Es ist die Arbeit des Künst­lers, der sein Bild malt, auch wenn es niemand kauft. Es ist der Einsatz für eine gerech­tere Welt, auch wenn die Verän­de­rung nur ein Trop­fen auf den heißen Stein ist. Es ist die stille, konse­quente Hand­lung, die aus einer inne­ren Über­zeu­gung kommt und keine externe Bestä­ti­gung braucht.

Was würdest du heute anders machen, wenn es einzig darum ginge, deiner Über­zeu­gung treu zu sein, und nicht darum, erfolg­reich zu werden?