“Im Grund weiß jeder genau, dass er als Mensch einzigartig ist und auf dieser Erde nur einmal vorkommt. Diese herrlich bunte Vielfalt in der Einheit wird durch keinen noch so außergewöhnlichen Zufall ein zweites Mal verkörpert werden.”
– Friedrich Nietzsche
Heute ist der Tag der Heiligen Drei Könige. Wir kennen die Geschichte: drei Weise, die einem Stern folgen. Meistens denken wir an ihre Gemeinsamkeit, an den einen Stern, das eine Ziel. Dabei übersehen wir das, was ihre Reise wirklich kraftvoll macht. Es waren drei völlig verschiedene Menschen, von verschiedenen Orten, mit völlig unterschiedlichen Gaben.
Keiner von ihnen versuchte, das Gleiche zu bringen wie der andere. Der eine brachte Gold, der andere Weihrauch, der dritte Myrrhe. Jeder brachte das, was seiner Herkunft, seiner Weisheit und seiner Persönlichkeit entsprach. Ihre Einzigartigkeit war nicht ihr Problem, sie war ihr eigentliches Geschenk. Nietzsche nennt es die “herrlich bunte Vielfalt”.
Und du? Wie oft schaust du auf den Weg der anderen und hältst deinen eigenen für falsch? Wie oft siehst du das Gold in ihren Händen und schämst dich für die Myrrhe in deiner Tasche? Wir passen uns an, eifern Vorbildern nach und versuchen, einer Norm zu entsprechen, statt dem eigenen Stern zu vertrauen. Wir glauben, wir müssten alle den gleichen Weg zum gleichen Ziel gehen.
Welches einzigartige Geschenk trägst du in deinen Händen, während du versuchst, andere zu kopieren?
