“Wenn die Leiter nicht an der richtigen Wand lehnt, bringt uns jeder Schritt nur schneller an den falschen Ort.”
– Stephen Covey
Du kennst das Protokoll. Gute Noten, sauberer Abschluss, der Titel auf der Visitenkarte, das Auto vor der Tür. Du hast die Checkliste der Gesellschaft fehlerfrei abgearbeitet. Du hast das Spiel gewonnen. Aber wenn du abends die Tür hinter dir zumachst, ist da diese ohrenbetäubende Stille. Ein diffuses Gefühl, betrogen worden zu sein. Du bist erfolgreich, aber du bist innerlich bankrott.
Wir verwechseln diese beiden Dinge permanent. Erfolg ist messbar. Er ist das, was die Welt von außen sieht und beklatscht. Erfolg fragt: “Wie hoch bin ich geklettert?” Erfüllung ist unsichtbar. Sie fragt: “Warum klettere ich hier überhaupt?”
Es ist die Tragödie vieler brillanter Karrieren. Menschen verbringen vierzig Jahre damit, sich unter extremen Opfern an die Spitze zu kämpfen, nur um oben anzukommen und festzustellen, dass sie die Aussicht hassen. Das Gehaltsschmerzensgeld steigt, aber der Hunger der Seele lässt sich nicht mit Boni stillen. Erfolg ohne Erfüllung ist der ultimative Fehlschlag.
An welcher Wand lehnt deine Leiter gerade, und wer hat sie dort eigentlich hingestellt?
