“Du soll­test alle Tage deines Lebens leben.”
– Jona­than Swift

Heute ist “Räume-deinen-Schreib­tisch-auf-Tag”. Das klingt banal, fast lächer­lich. Aber viel­leicht steckt darin eine tiefere Wahr­heit. Schau dir deinen Schreib­tisch an. Oft ist er kein Arbeits­platz, sondern ein Schlacht­feld der Zeit. Links die Stapel der Vergan­gen­heit: uner­le­digte Rech­nun­gen, alte Noti­zen, Projekte, die im Sand verlau­fen sind. Rechts die Türme der Zukunft: Pläne, To-Do-Listen, die Sorgen von morgen und über­mor­gen.

Und in der Mitte, einge­klemmt zwischen dem, was war, und dem, was sein soll, sitzt du. Swifts Satz ist keine Auffor­de­rung, in den Urlaub zu fahren. Es ist die Auffor­de­rung, genau hier, an diesem Tag, präsent zu sein. Wie soll das gehen, wenn dein Blick perma­nent an den unbe­zahl­ten Rech­nun­gen von gestern und den erdrü­cken­den Aufga­ben von morgen hängen bleibt?

Den Schreib­tisch aufzu­räu­men ist mehr als nur eine Putz-Aktion. Es ist eine Entschei­dung. Der Akt, Altes bewusst loszu­las­sen und Zukünf­ti­ges auf ein gesun­des Maß zu redu­zie­ren, schafft buch­stäb­lich Platz. Platz für den jetzi­gen Moment. Platz, um an einem einzi­gen Gedan­ken klar zu arbei­ten. Platz, um zu atmen.

Welchen alten Ballast wirfst du heute von deinem Tisch, um endlich an ihm leben zu können?