“Nur solche Sicherheitsmaßnahmen, die du selbst triffst mit deiner dir eigenen Macht, sind gut, verlässlich und dauerhaft.”
– Niccolò Machiavelli
Wir sind süchtig nach Sicherheit aus zweiter Hand. Wir definieren unsere Stabilität über den unbefristeten Arbeitsvertrag, die Loyalität des Partners oder die staatliche Rente. Wir bauen unser Lebensgefühl auf Fundamenten, die uns nicht gehören. Wir mieten unsere Sicherheit, anstatt sie zu besitzen.
Machiavelli, der alte Stratege der Macht, warnt hier vor genau dieser Abhängigkeit. Er unterscheidet zwischen Söldnern – den geliehenen Kräften – und den eigenen Truppen. Übertragen auf dein Leben bedeutet das: Alles, was dir von außen gegeben wird, kann dir auch wieder entzogen werden. Wenn dein Selbstwert am Jobtitel hängt, bist du bei einer Kündigung bankrott. Wenn deine emotionale Stabilität nur durch die Bestätigung eines anderen existiert, bist du im Kern schutzlos.
Wahre Sicherheit, die “eigene Macht”, ist das, was übrig bleibt, wenn man dir alles Äußere wegnimmt. Es ist dein Handwerk, deine Resilienz, deine Fähigkeit, Lösungen zu finden, egal in welcher Wüste du ausgesetzt wirst. Das ist die einzige Festung, die nicht fällt, wenn sich der Wind dreht.
Welche deiner vermeintlichen Sicherheiten würde sofort zusammenbrechen, wenn eine einzige Person ihre Meinung ändert?