Mit meinen damals 30 Jahren war ich in einer sehr erfolg­rei­chen Posi­tion ange­kom­men. Ich war Anlauf­stelle Nummer 1 und hatte eine Kader­funk­tion in einem inter­na­tio­nal agie­ren­den Gross­kon­zern inne. Ich wurde aner­kannt für meine Leis­tun­gen, hatte ein Einkom­men mit Jahres­pro­vi­sion, von dem viele träu­men. Von aussen betrach­tet schien alles perfekt.

Und doch fühlte ich mich inner­lich leer.

Ich war unter­for­dert – nicht ein biss­chen, sondern zutiefst. Monat für Monat suchte ich Hilfe bei der eigens dafür einge­rich­te­ten exter­nen Bera­tungs­stelle und versuchte zu verste­hen, was mir fehlte. Warum erfüllte mich all das nicht, wofür ich so lange gear­bei­tet hatte?

Also begann ich, die Lücke zu füllen. Ich über­nahm zusätz­li­che Aufga­ben, enga­gierte mich in der Lehr­lings­be­treu­ung – und ja, dort spürte ich zum ersten Mal eine tiefe Sinn­haf­tig­keit. Es berei­tete mir Freude, diese jungen Menschen auf ihrem Lebens­weg zu beglei­ten. Doch auf Dauer konnte auch das die Leere nicht voll­stän­dig schlies­sen.

In meiner Frei­zeit suchte ich nach Ausgleich. Ich reiste, entdeckte neue Orte, sammelte Erleb­nisse. Für einen Moment fühlte sich alles leben­dig an. Doch spätes­tens ein halbes Jahr später war dieses Gefühl verblasst – und die Frage kehrte zurück:

War das wirk­lich alles?

Irgend­wann wurde der Druck so gross, die Unter­for­de­rung so erdrü­ckend, dass mein Körper die Reiss­leine zog. Ich wurde krank. Rück­bli­ckend war genau das der Wende­punkt, den ich gebraucht hatte – auch wenn ich ihn mir nie so gewünscht hätte.

In dieser erzwun­ge­nen Pause begann ich, mich neu auszu­rich­ten. Zum Glück hatte ich davor meinen Ruck­sack bereits mit wert­vol­len Coaching-Tools gefüllt und ein wunder­vol­les Umfeld zur Unter­stüt­zung. Und bald sollte sich noch­mals alles ändern – denn ich wurde Mama.

9 Monate nach der Geburt nahm ich in einer neuen Teil­zeit­stelle mein Berufs­le­ben wieder auf. Zurück zu: gere­gel­ten Abläu­fen, Futter für meinen analy­ti­schen Kopf und siche­rem Einkom­men. Doch damit kehrte auch die Sinn­frage und der Wunsch nach Erfül­lung zurück.

Meine Kinder sollen mich nicht als Mama in Erin­ne­rung haben, die stets genervt von der Arbeit nach Hause kommt.

Dann, in der Vorbe­rei­tung auf einen Team-Work­shop begeg­nete mir etwas, das mein Leben nach­hal­tig verän­dern sollte: Human Design.

Ich recher­chierte und war faszi­niert. Es fühlte sich an, als hätte ich endlich Antwor­ten auf all die Fragen gefun­den, die mich so lange beglei­tet hatten:
Wer bin ich wirk­lich?
Was gehört tatsäch­lich zu mir – und was habe ich nur über­nom­men?
Welche fremde Last darf ich loslas­sen, ohne sie zu tragen?
Was brau­che ich, um meine Ener­gie wirk­lich zu leben?

Und plötz­lich wurde vieles leicht.

Ich begann zu verste­hen, dass selbst die besten Ratschläge – von ande­ren Mamas, von Coaches oder aus Büchern – nur dann für mich funk­tio­nie­ren, wenn sie meiner eige­nen Ener­gie entspre­chen. Human Design wurde zu meinem inne­ren Kompass.

Es half mir, in Gesprä­chen bei mir zu blei­ben. Klarer zu spüren, was für mich stim­mig ist – und was nicht. Vor allem aber verän­derte es die Bezie­hung zu meinen Kindern. Ich begann, sie so zu beglei­ten, wie es wirk­lich zu ihnen passt – nicht nach allge­mei­nen Empfeh­lun­gen, sondern nach ihrem eige­nen Wesen.

Das brachte eine unglaub­li­che Entspan­nung in unse­ren Fami­lien-Alltag.

Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, eine echte Orien­tie­rung zu haben. Eine Art innere Gewiss­heit, dass ich als Mama meinen Weg rich­tig gehe – auch dann, wenn er von aussen viel­leicht nicht verstan­den wird.

Heute empfinde ich eine tiefe Dank­bar­keit. Dieses Gefühl, durch und durch bei mir ange­kom­men zu sein. Mich selbst zu verste­hen. Und jeden Tag mit Freude zur Arbeit zu gehen und Frauen und Mütter dabei beglei­ten, ihren eige­nen Weg zu finden, ihren Alltag leich­ter zu gestal­ten und wieder in Verbin­dung mit sich selbst zu kommen.

Für mich ist das die wahre Defi­ni­tion von Erfül­lung.

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Sandra Meister
Sandra Meis­ter
Sandra Meis­ter ist Dipl. Coach SCA, betrieb­li­che Mento­rin eidg. FA und Human Design Coach. Sie beglei­tet Menschen auf ihrem Weg zu mehr Klar­heit, Selbst­er­kennt­nis und beruf­li­cher Entfal­tung – fundiert ausge­bil­det und mit einem Ansatz, der klas­si­sches Coaching mit den Erkennt­nis­sen des Human Design verbin­det.
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