“Ein diszi­pli­nier­ter Geist führt zu Glück, und ein undis­zi­pli­nier­ter Geist führt zu Leiden.”
– Dalai Lama

Das Wort Diszi­plin hat einen schlech­ten Ruf. Es klingt nach Drill, nach Verzicht und nach einem Leben ohne Spon­ta­nei­tät. Wir verbin­den es mit Dingen, die wir tun müssen, obwohl wir keine Lust darauf haben. Frei­heit, so glau­ben wir, ist das genaue Gegen­teil: zu tun, was immer uns in den Sinn kommt.

Der Dalai Lama dreht diesen Gedan­ken um. Schau dir einen undis­zi­pli­nier­ten Geist bei der Arbeit an. Er springt von einer Sorge zur nächs­ten, verhakt sich stun­den­lang in einer alten Krän­kung, jagt der nächs­ten Ablen­kung im Inter­net hinter­her und lässt dich nachts nicht schla­fen. Ist das wirk­lich Frei­heit? Oder ist es nicht eher so, dass du der Sklave deiner eige­nen, unkon­trol­lier­ten Impulse bist?

Mentale Diszi­plin ist keine Bestra­fung. Sie ist die bewusste Entschei­dung, selbst das Steuer in die Hand zu nehmen. Die Fähig­keit zu sagen: Dieser Gedanke bekommt jetzt meine Aufmerk­sam­keit, und jener nicht. Es ist die Kunst, den Fokus auf das zu rich­ten, was dir wich­tig ist, anstatt dich von jeder Laune und jeder Angst durch den Tag zerren zu lassen.

Wer hält das Ruder deines Lebens in der Hand?