“Die meisten Menschen jagen so sehr dem Genuss nach, dass sie an der Erfüllung vorbeilaufen.”
– Søren Kierkegaard
Schau dir deine letzten großen Entscheidungen an. Den Jobwechsel, das Ende der Beziehung, den Umzug in die neue Stadt. Was war der wahre Antrieb? War es der brennende Wunsch, etwas Neues aufzubauen? Oder war es einfach nur der Drang, den Schmerz des Alten abzustellen?
“Weg-von-Motivation” ist ein starker Treibstoff. Sie rettet uns aus toxischen Situationen. Wenn das Haus brennt, fragst du nicht nach dem tieferen Sinn des Lebens, du rennst einfach raus. Das Problem ist: Wer nur flieht, hat kein Navigationssystem. Sobald das Feuer weit genug weg ist, bleibst du stehen. Erschöpft, orientierungslos und oft an einem Ort, der keinen Deut besser ist als der letzte.
“Hin-zu-Motivation” ist völlig anders. Sie wird von einem Wert gezogen, nicht von einer Angst geschoben. Sie hat einen langen Atem. Wenn du deinen inneren Kompass kalibrierst, hörst du auf, ein Getriebener deiner Umstände zu sein. Du wirst vom Flüchtling zum Architekten.
Was wäre dein nächstes Ziel, wenn du aufhören würdest, vor etwas zu fliehen, und stattdessen anfangen würdest, auf etwas zuzugehen?

